Heute in Istanbul Eyüp

Zwischen Orient und Okzident, Moderne und Tradition

Die etwas andere Reportage über die niemals ruhende Stadt Istanbul! Exklusiv für dich: fünf Geheimtipps, damit du dich bestens auf deine Städtereise vorbereiten kannst plus einem tollen Istanbul-Video von Cornelius Biere. 

Ufff ja – mehr als 17 Millionen Menschen leben offiziell in Istanbul – eine Stadt die niemals ruht. Ob im Bus, in der Metro, im Taxi, auf einer der zahlreichen Fähren oder als Passant auf Istanbuls Strassen gewinne ich stets den Eindruck, das hier wenigstens gefühlte 21 Millionen Menschen zu Hause sind – überall herrscht diszipliniertes Gedrängel. Und das muss ich jetzt einfach mal los werden: Ich fühle mich in dieser Stadt sicher! Ich bin hier noch nie bestohlen oder bedroht worden. In Berlin und Wiesbaden, in Hamburg und Frankfurt am Main schon. Und da ich seit 1,5 Jahren in der Türkei lebe, ist es inzwischen auch nicht mehr so einfach mich beim Einkaufen über den Tisch zu ziehen, denn einst solltest du im Land der Händler tatsächlich beherrschen: Feilschen bis dem Verkäufer die Tränen kommen. Mein Lieblings-Trick: Den Händler einfach stehen lassen. Du kannst sicher sein, dass er dir hinter her laufen wird, um dir doch noch ein besseres Angebot zu machen. Mein Anliegen für jeden Türkei-Reisenden: Lass deine Euros stecken und bezahle bitte in türkische Lira. Ansonsten provozierst du nur, dass du den schlechteren Deal machst. Türken sind leidenschaftlich-engagierte Händler und es ist wie ein Spiel für sie: Wer ist wohl der bessere Geschäftsmann?

Die Autobahnen sind vier -bis sechsspurig ausgebaut, doch die Istanbuler machen sie zwölfspurig.
Die Autobahnen sind vier -bis sechsspurig ausgebaut, doch die Istanbuler machen sie zwölfspurig.

Die Autobahnen sind nahezu überall vier- bis sechsspurig ausgebaut, doch Istanbuls Autofahrer machen sie zwölfspurig und das System funktioniert auf beeindruckende Weise. In der Regel sind die Schnellstrassen wenigstens 20 Stunden am Tag und in der Nacht hoffnungslos verstopft. Auf den weissen Mittelstreifen stehen junge und ältere türkische und neuerdings auch syrische Männer und verkaufen den heran rollenden Autofahrern Wasser, Simit (kreisförmige Sesamkringel) und frisches Obst. Unvorstellbar auf schweizer, österreichischen oder deutschen Autobahnen! Die Polizei würde die Strassen-Verkäufer augenblicklich aus dem Verkehr ziehen und mit einem Bussgeld abstrafen. In der Türkei ist das auch verboten, aber es scheint hier niemanden zu interessieren ganz nach dem Motto: Leben und leben lassen. Jeder soll sein Geld verdienen scheint hier die Devise zu sein. Das macht mir das faszinierende Land Türkei besonders sympathisch.

Die vielen Facetten passen jedenfalls sehr gut zu dem Land auf zwei Kontinenten, zwischen Orient und Okzident, Moderne und Tradition. Diesmal war ich am Golden Horn zu Fuss in Richtung Eyüp unterwegs, das ich jedem Istanbul-Reisenden besonders gern ans Herz legen möchte. Das Goldene Horn (türkisch Haliç) ist eine rund sieben Kilometer lange Bucht des Bosporus in Istanbul. Es trennt den europäischen Teil der Metropole in den südlichen und nördlichen Bereich. Der südliche Teil ist eine zwischen Marmarmeer und Golden Horn liegende Halbinsel mit dem historischen Kern der Stadt, also den Stadtteilen Fatih und Eminönü, während sich westwärts, jenseits der alten Stadtmauern Eyüp erstreckt.

Abstecher in die Altstadt

Auf meinem Fußmarsch nach Eyüp am Bosporus entlang, sah ich zahlreiche Bauruinen, die mich neugierig machten. Deshalb wechselte ich einfach mal die Strassenseite und lief in die Altstadt rein, um mir einen Eindruck von der Wohngegend zu machen. Zwischen restaurierten Prachtbauten um die Jahrhundertwende triffst du hier auf ebenso viele Bauruinen. Die Dächer sind teilweise mit Wellblech oder Holzlatten geflickt. Kaputte Fensterscheiben und Plastikplanen, die an den Fenstern herunter hängen. Viele syrische Kriegsflüchtlinge sollen in diesen zuvor leerstehenden Häusern vorüber gehend ein Zuhause gefunden haben.

Als Deutsche zolle ich den Türken grossen Respekt. Seit Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges im März 2011 hat das Land nach eigenen Angaben mehr als 2,6 Millionen Syrern Zuflucht gewährt, die Vereinten Nationen bestätigt diese Zahl inzwischen. Syrer erhalten in der Türkei einen Status, von dem Flüchtlinge aus Afrika nur träumen können. Offiziell gelten sie nicht als Flüchtlinge. Die Regierung bezeichnet sie als „Gäste“. Sie dürfen kostenlos das staatliche Gesundheitssystem nutzen. Wer sich registrieren lässt, erhält eine Arbeitsgenehmigung. Kinder dürfen die staatlichen Schulen besuchen.

Sicherlich trägt dieses Verhalten der Regierung dazu bei, dass es in dieser Millionen-Stadt trotz der gigantischen Flüchtlingswelle, so ruhig und gelassen zugeht. Wer durch Istanbul läuft, sieht überall Flüchtlingskinder, die als fliegende Händler Essen, Blumen oder Spielzeug verkaufen oder als Schuhputzer vor Erwachsenen knien. Traurig: Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks besuchen 73 Prozent der Flüchtlingskinder keine Schule. Allerdings gibt es auch Engpässe, vor allem in touristischen Orten wie Bodrum. Da gibt es schlichtweg keine Kapazitäten mehr, neue Flüchtlingskinder in den Schulen aufzunehmen, weil die Klassen restlos überfüllt sind. In Bodrum-Bitez zählt eine Klasse 48 Schüler!

Auf dem Rückweg zum Golden Horn in Richtung Eyüp laufe ich wieder am Wasser entlang. Die Wege in dieser Stadt sind lang. Es ist gegen 14 Uhr und ich verspüre durch die viele Lauferei einen unbändigen Hunger in mir aufsteigen. Der Duft vom Holzkohle-Grill feuert meinen Appetit noch mehr an. Neugierig schaue ich mich um, woher der Geruch strömt und stelle fest, dass auf einem Fischkutter eine Frau fangfrischen Fisch grillt. Sie schreit mir entgegen: „Kommen Sie, kommen Sie. Meine Fischbrote sind weit und breit die besten.“ Sie muss mich nicht zweimal bitten. Ich nehme auf einem der Hocker Platz und geniesse meinen Çay (Tee), während die Balık-Ekmek-Verkäuferin (Fischbrot-Verkäuferin), das Weissbrot, den Fisch, die in Scheiben geschnittenen Tomaten und Zwiebeln auf den Grill legt.

Ayşe, so heisst die resolute Fischbrot-Verkäuferin plaudert gern. So verrät sie mir, dass sie eigentlich Griechin ist, aber bereits als Kind mit ihren Eltern in Istanbul lebt. „Sie müssen viel besser Türkisch sprechen lernen. Diese Sprache besteht aus so viel Witz und Klugheit. Lernen Sie. Lernen Sie“, ermahnt sie mich und sagt: „Bir lisan, bir insan. Iki lisan, iki Insan“, was übersetzt so viel heisst wie: „Eine Sprache, ein Mensch. Zwei Sprachen, zwei Menschen.“ Recht hat Ayşe.

Wer nicht bis Mekka kommt, besucht zumindest die Moschee von Eyüp

Frisch gestärkt mache ich mich weiter auf den Weg nach Eyüp, dass das „heilige Viertel“ İstanbuls ist. Sollte dir ein Fußmarsch zu anstrengend sein, dann erreichst du den Stadtteil Eyüp am besten mit der Fähre, die zumeist stündlich von Eminönü, etwas versteckt links (westlich) der Galata-Brücke ablegt. Die Fahrt entlang des Goldenen Horns eröffnet sehr schöne Ausblicke auf die Stadt. Alternativ kannst du auch mit dem Bus fahren, die Luftseilbahn nutzen oder eben vom Golden Horn einen längeren Spaziergang dorthin machen. Ich habe gute zweieinhalb Stunden dafür gebraucht und es gab zahlreiche Aha- und O-Momente. Immer wieder musste ich stehen bleiben, nur um schnell noch schnell ein Foto zu machen.

Am Hauptplatz, dem Eyüp Meydani halten die Busse. Gleich hier liegt die Eyüp Camii, auch die Eyüp Sultan Moschee genannt. Die erste Moschee an diesem Ort wurde von Sultan Mehmed II. fünf Jahre nach der Eroberung Konstantinopels 1458 in Auftrag gegeben. Den im Hof befindlichen Şadırvan (Reinigungsbrunnen) ließ Großwesir İbrahim Pascha bauen. Da die Minarette nicht hoch genug waren, um die Mahyâ (traditionelle Beleuchtung im Ramadan) anzubringen, ließ Sultan Ahmed III. diese im Jahr 1723 einreißen und höhere bauen. Die Moschee wurde während eines heftigen Erdbebens 1766 schwer beschädigt. Daraufhin ließ Sultan Selim III. 1798 die Moschee niederreißen. Allerdings liess er die Minarette stehen. Er liess eine neue Moschee bauen. Am 24. Oktober 1800 wurde die neue Moschee eröffnet. Uzun Hüseyin Ağa war der leitende Architekt der neuen Moschee. Man betritt die Anlage von dieser Seite durch einen unregelmäßig geschnittenen Vorhof. Wie ausgelassen, fröhlich und bunt es hier zugeht, siehst du auf meinen Fotos.

Bis heute ist Eyüp ein grosses Pilgerziel. Fromme Türken besuchen das Grab, um Anlässe wie die Geburt ihres Kindes oder die Beschneidung ihres Sohnes zu feiern. Gern wird auch für Schutz oder Heilung gebetet. Viele danken für die gesunde Rückkehr einer Reise. Vor allem freitags, zur Zeit des großen Mittagsgebetes herrscht in diesem Viertel lebhafte Stimmung. Mein Tipp: Wer die Moschee besichtigen will, sollte sich im Voraus über Gebetszeiten informieren und die Wünsche der Gläubigen, beispielsweise die Bedeckung von Armen und Beinen, respektieren. 

Wissenswert: Eyüp ist die Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises der türkischen Provinz İstanbul und ebenso ein Stadtteil auf der europäischen Seite von İstanbul. Im Landkreis Eyüp leben rund 348’000 Menschen. Von Eyüp führt die Autobahnbrücke Haliç Köprüsü über das Golden Horn in den Norden.

Die Mehrheit der Istanbuler waren nicht immer Muslime

Heilig wird es im Innenhof der Moschee. Links liegt das Grab Eyüps. Das Mausoleum ist im Kern immer noch der achteckige Bau, den Mehmed der Eroberer errichten ließ. Doch immer wieder wurde angestückt und ausgeschmückt. Unter Ahmed I. (1603-1617) entstand der fliesengeschmückte Vorbau in den Moscheehof hinein, der heute mit einem großen Baum zusammen die Stimmung an diesem Ort ausmacht. Der selbe Sultan ließ auch den „Schicksalsbrunnen“ gleich am Fußende des Kenotaphs Eyüps ausheben. Es handelt sich um die oberflächlich islamisierte Variante einer griechisch-orthodoxen heiligen Quelle. Die Tatsache, daß im Auftrag des Herrschers an exponierter Stelle ein solches, eher unorthodoxes Element eingefügt wurde, zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sehr die verschiedenen Religionen sich in der Türkei beeinflußt haben. Vom Eingangsbereich abgesehen, ist das Äußere der Türbe (Mausoleum) schlicht, das Innere aber wurde im Lauf der Jahrhunderte immer prächtiger ausgeschmückt. Ein osmanisch-barockes Gitter (Ende des 18. Jahrhunderts) schützt den Sarkophag.

Info: Das Mausoleum ist täglich außer montags von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Hättest du das gewusst? Noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die Mehrheit der Einwohner Nichtmuslime, zu denen die griechisch-orthodoxen Christen, die syrisch-orthodoxen Aramäer, die armenischen Christen und die sephardischen Juden gehörten. Heute bilden sie nur noch eine kleine Minderheit. Neben islamischen Sakralbauten gibt es auch christliche Kirchen unterschiedlicher Bekenntnisse und Synagogen in prominenter Lage, wie zum Beispiel Sankt Stefan (ehemaliger Sitz der bulgarisch-orthodoxen Kirche) am Goldenen Horn oder die Agia Triada am Taksim-Platz.

Istanbul ist der türkische Hotspot für Moscheen

Zahlen & Fakten: Insgesamt gibt es rund 2.562 Moscheen, 215 Kleinmoscheen (türk. Mescit) und 119 Türben (Mausoleum/Grabstelle). In Istanbul sind mit knapp 85.000 Christen rund 85 Prozent der gesamten Christen in der Türkei beheimatet, deren Zahl landesweit auf rund 100.000 geschätzt wird. 45’000 Armenier beten in 35 Kirchen. Es gibt 12’000 Aramäer, 10’000 Bosporus-Deutsche, 1.650 Griechen, welche in fünf Kirchen beten können. Neben den Levantinern und anderen nicht-orthodoxen Gemeinden gibt es auch je eine deutsche evangelische und eine deutsche katholische Kirchengemeinde sowie um das St. Georgs-Kolleg eine österreichische katholische Gemeinde. Die sephardischen türkischen Juden leben seit über 500 Jahren in der Stadt. Sie flohen 1492 von der iberischen Halbinsel, um der Zwangstaufe infolge des Alhambra-Edikts zu entgehen. Sultan Beyazit II. (1481–1512) schickte eine Flotte nach Spanien, um die sephardischen Juden zu retten. Mehr als 200.000 von ihnen flohen zunächst nach Tanger, Algier, Genua und Marseille, später nach Saloniki und Istanbul. Der Sultan gewährte über 50.000 spanischen Juden Zuflucht.

Wer war bloss dieser Pierre Loti?

Bei meinem Spaziergang in Richtung Pierre Loti Hügel der über einen geplegten Pflastersteinweg ein wenig steil nach oben führt, komme ich an den legendären moslemischen Eyüp-Friedhof vorbei. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts soll Pierre Loti einige Jahre hier gelebt haben. Sein Lieblings-Café das heute nach ihm benannt ist, liegt auf dem Hügel direkt über dem moslemischen Eyüp-Friedhof. Gönne dir eine Fahrt mit der Luftseilbahn mit Blick auf das Golden Horn. Auf der extra angelegten Plattform mit Feldstechern geniesst du einen 180-Grad-Panoramablick auf Istanbul und auf das Golden Horn.

Doch wer war bloss dieser Pierre Loti? Er diente als Marine-Offizier in Frankreich, war Mitglied der Ehrenlegion (Gross-Kreuz) und Schriftsteller, der am 14. Januar 1850 in Rochefort, Département Charente-Maritime als Sohn eines Schiffsarztes geboren wurde. Sein eigentlicher Name: Louis Marie Julien Viaud. Als er am † 10. Juni 1923 in Hendaye, Département Pyrénées Atlantiques starb, erhielt Pierre Loti ein Staats-Begräbnis! Viele von Lotis Werken sind heute bedauerlicherweise in Vergessenheit geraten, auch wenn er zu den meistgelesenen Autoren der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte und einen beachtlichen Anteil zur Einstellung der Franzosen zu anderen Ländern prägte. Klassiker wie Le Mariage de Loti, Aziyadé oder Madame Chrysanthème zählen auch heute noch zu vielzitierten Werken und nehmen in der französischen Literaturgeschichte einen stilbildenden Platz ein.

Todessehnsucht und Lebensgier des Spätromantikers

Als 29-Jähriger veröffentlichte Pierre Loti seinen ersten Roman «Aziyadé», der in Istanbul spielt und seine Passion für den Orient und das Osmanische Reich widerspiegelt. In seinen Werken thematisiert Loti immer wieder Todessehnsucht und Lebensgier und ist somit ein Vertreter des Fin de siècle (das Ende des Jahrhunderts). Besonders in seiner Japan-Trilogie (Madame Chrysanthème, Japoneries de l’automne und La troisième jeunesse de Mme Prune) kommt dieser Aspekt zum Tragen. Mit seinen exotischen Motiven wird Loti u.a. Vorbild für Louis Bertrand und Gilbert de Voisins –  gleichzeitig wird er für seine unkritisch romantisierende Perspektive als orientalistisch kritisiert. Sein Bestseller Le Mariage de Loti (1880) gilt dafür bis heute als Klassiker des französischen Exotismus.

Gerücht oder Wahrheit? Wer das richtige Parteibuch hat, soll hier wohnen dürfen

Auf Höhe des Pierre Loti Cafés führt ein kleiner Weg zum Bazar. Hier werden völlig überteuerte Souvenirs feil geboten. Es duftet nach frisch gerösteten Maronen, Mandeln und Zuckerwatte. Nach wenigen Schritten tauchen auf der rechten Seite zauberhafte Holz-Villen auf, die liebevoll restauriert wurden und in zarten Pastelltönen von mint-grün, hellblau und zart-rosa strahlen. Ein Freund erzählte mir im Flüsterton, dass hier nur diejenigen eine der begehrten Wohnungen erhalten, die das richtige Parteibuch in der Hosentasche tragen. Als Städte-Entdecker wirst du deine Kamera so schnell nicht mehr aus der Hand legen, weil dieser Teil von Eyüp-Istanbul fast provinziell gediegen und dann aufgrund des Friedhofes doch wieder sehr nach Abendland anmutet.

Fünf wertvolle Tipps für deinen Istanbul-Tripp

Mein 1. Tipp für dich: Solltest du das erste Mal nach Istanbul reisen, dann gönne dir einen Reiseführer in deiner Sprache. Der Vorteil: Du kannst im Vorfeld detailliert mit dem Reiseführer besprechen, welche Sehenswürdigkeiten du sehen möchtest. Der Reiseführer gestaltet entsprechend deinen Tag oder deine Tage und besorgt im Vorfeld u.a. Eintrittskarten, damit du deine wertvolle Zeit nicht beim Anstehen vor hoffnungslos überfüllten Ticketschaltern verplemperst. Es macht sehr viel Spass mit einem Reiseführer Istanbul zu entdecken, weil er seine Stadt in- und auswendig kennt und es hervorragend versteht, seine Erzählungen mit vielen spannenden Anekdoten zu nähren. Er weiss garantiert auch, wo ihr am besten türkisch essen werdet und das zu ehrlichen Preisen wie ein Einheimischer hier isst.

Städteführerin Dilara Güner spricht fliessend deutsch und macht einen Traumjob: Email: dilaralara@live.com, Telefon: +90 212 231 9941, 538 359 9698. Den Preis musst du bitte direkt mit ihr aushandeln.

Mein 2. Tipp für dich: Am besten bereitest du dich auf deine Istanbul-Städtereise mit dem MERIAN live! Reiseführer Istanbul vor. Toll: Der Reiseführer enthält Extra-Karten zum Herausnehmen und ist im Taschenbuch-Format zu kaufen. MERIAN-TopTen: Die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick – MERIAN-TopTen 360°: Umgebungskarten mit ausgewählten MERIAN-TopTen und umliegenden Kultur-, Restaurant- und Shoppingadressen – Mit 10 MERIAN-Tipps die weniger bekannten Seiten der Stadt entdecken – Foto-Tipps für lohnenswerte Motive – Fundierte Beschreibungen aller wichtigen Orte, Sehenswürdigkeiten und Museen von A bis Z – Empfehlungen für Übernachten, Essen und Trinken, Einkaufen, Ausgehen sowie Tipps für den umweltbewussten Urlaub. Zahlreiche Ideen für abwechslungsreiches Reisen mit Kindern – Mit praktischer Extra-Karte zum Herausnehmen. Ca. 12 € – eine Investition, die du nicht bereuen wirst.

 

Mein 3. Tipp für dich: Ein tolles Hotel mit Blick auf das Golden Horn ist da Big Urban Stay Hotel (https://www.facebook.com/bigurbanstay/app_254084314702229), das Traum-Bewertungen bei TripAdvisor geniesst und zwar zu einhundert Prozent.

Das günstig in Beyoglu gelegene Big Urban Stay Hotel ist in einem historischen Gebäude untergebracht. Es bietet ein Restaurant und eine Terrasse mit schöner Aussicht auf das Goldene Horn. WLAN kostenfrei. Eine 24-Stunden-Rezeption trägt zu deinem Komfort bei. Der U-Bahnhof Sishane liegt 200 m vom Big Urban entfernt und bietet dir einfachen Zugang zu anderen Orten in der Stadt. Alle Zimmer in der Unterkunft sind klimatisiert und mit einem Flachbild-Sat-TV, einem Telefon, einem Safe und einer Minibar ausgestattet. Ein Sitzbereich ist ebenfalls vorhanden. Dusche und Haartrockner und kostenfreie Pflegeprodukte! Jeden Morgen wird dir in der Unterkunft ein Frühstück serviert. In einem der Restaurants in der Umgebung kannst du dein Mittag- und Abendessen genießen. Du wohnst hier in einer ruhigen Straße, doch laden zahlreiche Bars und beliebte Cafés in der Umgebung zu einem Besuch ein. Dazu gehört vor allem die 200 m entfernte Gegend Asmalimescit. Das Kongresszentrum Lutfi Kirdar ist 3,7 km von der Unterkunft entfernt. Das Hotel liegt 500 m vom Galata Turm, 220 m vom Beyoglu Tunnel, 600 m von der Christi-Kirche St. Antoine und 300 m von der Straße Istiklal entfernt. Der Flughafen Istanbul Atatürk ist 20 Kilometer entfernt.

 

Den Gastgeber Tufan Öztürk findest du unter www.airbnb.de. Die Wohnung liegt sehr zentral zum Taksim Platz und ist extrem sauber. Bei Airbnb zu finden unter: Cozy room in Taksim center.

Mein 4. Tipp für dich: Für alle, die auf ihr Reise-Budget achten müssen: Suche dir deine Unterkunft in Istanbul bei airbnb! Es gibt zahlreiche traumhaft schöne und zentral gelegene Wohnungen genau an den Plätzen wo du am liebsten in Istanbul wohnen möchtest für kleines Geld. Im April’15 wohnte ich direkt am Taksim Platz hinter dem The Marmara Hotel Taksim bei Tufan Öztürk für 25 € die Nacht! Schau gern mal hier bei Airbnb unter Cozy room in Taksim center. Tufan Öztürk ist ein Rührstück von Gastgeber! Die Wohnung ist extrem sauber. Das Duschbad gross und die Dusche herrlich erfrischend. Das Schlafzimmer hat ein Doppelbett und ist extrem gemütlich. Kaffee oder Tee gratis.

 

Mein 5. Tipp für dich: Nutze das gut ausgebaute Metro- und Busnetz Istanbuls. Für jede Fahrt sind Jetons zu lösen, die an den Sperren in den Einwurfschlitz gegeben werden, so dass die Schranken bzw. Drehkreuze für die zahlende Person freigeschaltet werden. Ein Jeton kostet 4,00 TL. Es existieren Zweier-, Dreier-, Fünfer- und Zehnertickets mit entsprechendem Rabattsystem. Beim Umsteigen ist bei der Benutzung von Einzeltickets neu zu zahlen. Allerdings ist das Lösen beim ersten Umsteigen billiger als beim Fahrtantritt und dann der dritte Umstieg erneut mit einem Rabatt versehen. Vielfahrer können einen sogenannten Akbil-Pass lösen. Akbil ist ein Akronym aus „akıllı“ (türk. schlau) und „bilet“ (Fahrschein). Beim Akbil handelt es sich um ein elektronisches Zahlungssystem, bei dem sich der Preis pro Fahrt um 1,05 TL auf 1,95 TL verringert. Der an den Kundenzentren der Verkehrsbetriebe erhältliche Akbil, wird gegen ein Pfand von 6 TL ausgegeben und kann mit maximal 150 TL aufgeladen werden. Die Aufladung kann an Fahrkartenautomaten selbst (Minimum 5,00 TL) oder durch Angestellte der Istanbul Ulasim am Schalter vorgenommen werden. Die Abbuchung des dann ermäßigten Fahrpreises erfolgt elektronisch durch Anhalten des Akbil-Chips an den Sensor der Ticketsperre beim Zugang zur Metrostation (bzw. Stadt- und Straßenbahn oder beim Einstieg in den Bus).

 

Daneben ist ein elektronisches Abbuchungssystem mit der Istanbulkart eingerichtet worden. Neben der für alle Fahrgäste erhältlichen Version der Karte bestehen auch drei Rabattkarten: Erstens die Mavikart (Blaue Karte), die eine Monatskarte darstellt. Die Karte löst den Bargeldverkehr in allen Verkehrsmitteln (Stadtbus, Straßenbahn, Metro, Stadtbahn, Seilbahnen, S-Bahnen und Fähren) ersatzlos ab. Sie kostet 10 TL Pfand und kann maximal mit 150 TL aufgeladen werden und ist in Kundenzentren der Verkehrsbetriebe erhältlich.

Bestimmte Personengruppen wie z. B. Rentner, Staatsbedienstete und Schüler erhalten besondere Vergünstigungen. Sie zahlen pro Fahrt 1,00 TL.

Last but not least: Am liebsten fliege ich mit Turkish Airline. In der Regel bieten sie die günstigsten Direktflüge von deiner Stadt nach Istanbul. Viel Beinfreiheit, grosse Sitze und perfekter Services. Worüber ich mich immer wieder auf dem ca. 2,5 Stunden-Flug freue: Das hervorragende, warme Essen wird dir mit echtem Besteck serviert. Für Wein und Bier wird nicht extra Geld verlangt. Es sind eben die kleine Dinge, die uns glücklich machen können.

Und zum Abschluss noch ein kleines Istanbul-Video-Geschenk von Cornelius Bierer für dich, damit du dich schon mal auf deine bevorstehende Reise so richtig einstimmen kannst:

 

 

Video-Copyright: Cornelius Bierer on Vimeo.

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