Die Türkei spricht Almanca

Serie, 4. Folge

Heute zu Besuch bei Cevat Oflu

«Mein Zuhause ist und bleibt Istanbul!»

Cevat Oflu ist Istanbuler durch und durch auch wenn er bereits mehr als die Hälfte seines Lebens in Flensburg lebt. Seit 1972 pendelt er zwischen zwei Welten hin- und her, aber wer ihn kennt, weiss: Zuhause ist er nur in Istanbul. In jungen Jahren ging er als Gastarbeiter nach Deutschland, weil er sich eine bessere Perspektive für seine Familie erhoffte. Heute sind seine Kinder mehr deutsch als türkisch. Seine Enkelkinder sind deutsch.

Auf den Weg von Eyüp, links das Golden Horn, in Fahrtrichtung Taksim, schaltet auf der Höhe Haliç Sahilyolu die Ampel auf Rot. Neugierig schaue ich umher und meine Augen beginnen zu leuchten als ich auf einer Eingangstür zwei Aufkleber «Ein Herz für Kinder» sehe. Kindheitserinnerungen werden in mir wach. Ich war damals 12 Jahre alt als der Verleger Axel Cäsar Springer das Projekt «Ein Herz für Kinder» ins Leben rief. Das war 1978! Die Aktion setzte sich für deutlich mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr ein. Warum ich mich so genau daran erinnere? Weil es mein Vater war, Peter Bartels, der damals für die Bild-Zeitung als Ressortleiter Unterhaltung das Projekt betreute. Mein Kinderzimmer war zugepflastert  mit diesen roten Herzen.

Als nächstes erblicke ich eine deutsche und keine drei Meter weiter eine türkische Fahne sanft im Wind wehen. Während die Ampel immer noch auf rot geschaltet ist, frage ich mich: Wer ist der Besitzer? Ist er Türke? Ist er Deutscher? Oder hat sich hier gar ein «Deutschländer» niedergelassen? Verbirgt sich hinter diesen demonstrativen Symbolen die Liebesgeschichte eines Türken und einer Deutschen oder umgekehrt? Ich frage Muzaffer Aran (44), den Bäckerei-Inhaber von «Berliner & Donuts in Istanbul», der ungeduldig darauf wartet, das die Ampel auf Grün schaltet: «Schau, das Restaurant auf der rechten Seite: ,Kurti nin Yeri‘. Warum trägt es die verniedlichte Form des deutschen Vornamen „Kurt?“»

Muzaffer lacht herzhaft und winkt ab: «Ne, ne, JayJay. ,Kurti‘ ist türkisch und heisst nichts anderes als Wolf.»
«Ach so? Können wir heute Abend hier noch einmal vorbei schauen? Ich würde hier gern einen Çay trinken. Vielleicht treffen wir den Hausherren? Ist das möglich?“

Tatsächlich – als wir am frühen Abend das rosafarbene Haus ein zweites Mal erreichen, sitzt ein älterer Herr mit typischer Elbsegler-Mütze auf einem Schemel, welche mir verrät, dass er irgendwo in Deutschland an der Küste gelebt haben könnte. Sein Blick wirkt entspannt. Er lächelt sanft während er das bunte Treiben auf dem Goldenen Horn beobachtet. Es ist Samstag. Familien machen Spaziergänge. Kinder toben auf den prachtvoll angelegten Kinderspielplätzen. Pärchen halten verliebt Händchen und geniessen die milde Frühlingsluft. Junge Frauen mit leuchtend bunten Kopftücher sitzen auf den Wiesen und unterhalten sich. „Merhaba, Abi“, begrüsse ich den Herrn. «Mein Name ist JayJay. Ich bin Reporterin. Und das ist Muzaffer. Ein «Almancı».
«Memnun oldum, JayJay Bayan», «sehr erfreut», antwortet der Herr. «Ich bin Cevat Oflu. Hoşgeldiniz. Kommen Sie, setzen Sie sich zu mir.» Er deutet mit seiner Hand auf zwei freie Schemel gleich neben ihm mit Blick auf das Golden Horn.

In Flensburg bin ich der Türke, in Istanbul der «Deutschländer»

«Sind Sie ein Almancı?», frage ich den sympathischen Herrn und zeige auf die beiden Fahnen vor seinem Haus. Cevat Oflu lacht augenblicklich los und antwortet: «Ja, das haben Sie richtig erkannt. In Flensburg werde ich immer der Türke sein. In Istanbul der Almancı – «Deutschländer». So nennen uns die Türken! Ich fühle mich wohl damit. In diesem Haus bin ich geboren und mit meinen sechs Brüdern aufgewachsen. Früher spielten wir auf unserer eigenen Burg, der Haliç, die sich gleich hinter meinem Haus befindet. Dann spielten meine drei Söhne und meine Tochter mit den Nachbarskindern in den Ferien hier. Heute tuen es die Nachbarskinder mit anderen Nachbarskindern.»

«Wie lange haben Sie in Deutschland gelebt?», und setze unbewusst mit dieser Frage voraus, dass Cevat mit seiner Familie wieder nach Istanbul zurückgekehrt ist.

«Nein. Nein», korrigiert mich Cevat Oflu sofort. «Ich bin weiterhin in Flensburg zuhause. Ich mache gerade nur Ferien um meine Erinnerungen aufzufrischen und um nach dem Rechten zu sehen. Schliesslich leben meine zwei Söhne, meine Tochter, meine Frau und die Enkelkinder in Flensburg. So einfach ist das nicht mehr, in die geliebte Heimat zurück zu gehen. Das erste Mal ging ich 1962 als Schweisser an die deutsche Ostseeküste. 1972 kehrte ich nach Istanbul zurück, weil ich Vater wurde. Doch wegen des damaligen Militärputsches wurde es ziemlich ruppig und gefährlich in Istanbul. Kein Umfeld für eine junge Familie. Diesmal nahm ich meine Frau Gülcin und unseren damals erst einjährigen Sohn Aydoğan mit an die Flensburger Förde. Seit dem leben wir in zwei Welten. Die eine heisst Deutschland. Die andere Türkei.»

Ein Zeitungs-Ausschnitt und viele Fotos an den Wänden

«Kommen Sie rein. Hier draussen weht ein frischer Wind», fordert uns der rüstige Rentner auf. Beim Sprechen presst er sanft immer wieder auf seinen Kehlkopf. Eine Art Pflaster schützt den Hals. «Hatten Sie Kehlkopfkrebs?», frage ich Cevat Oflu (77). Er nickt. «Haben Sie früher geraucht?» Erneut schmunzelt Cevat vielsagend und antwortet mit schelmischen Schwung in der Stimme: «Ja, ja, das ist richtig. Als Schweisser habe ich so manches Jahrzehnt viel zu viel giftige Gase geraucht. Kommen Sie. Wir gehen rein. Ich habe meine Stimm-Prothese nicht dabei. Die Kälte strengt meine Stimmbänder an.»

Und schon stehen wir mitten in türkisches Ambiente. Ein Raum voller Erinnerungen. Im Eingangsbereich steht ein Kühlschrank auf dem dekorativ je eine Flasche Dimple Golden Selection und Tullamore neben Weinflaschen und einer orientalischen Wasserpfeife – der Shisa – platziert sind. Türken lieben ihr Nationalgetränk Rakı. Der Whiskey wirkt daher wie ein westliches Statussymbol. Im Kühlschrank stehen Ayran, Sprite, Coca Cola und Säfte der türkischen Marke Tropicana.

Eine alte Büchse und ein osmanisches Messer schmücken die Wand: «Die gehörten meinem Vater», erwähnt Cevat nebenbei und lenkt mich mit seinen flinken Augen zu den zahlreichen Fotos, die fein säuberlich eingerahmt überall die Wände des Restaurants schmücken. Zwei kleine Tische à zwei Stühle. Ein runder Bar-Tisch mit zwei Hockern: «Schauen Sie. Das ist mein Sohn Aydoğan. Kennen Sie ihn, JayJay Bayan?» Nein, ich kenne den Sohn nicht. Meine Liebe zur Türkei und ihren Menschen ist jung. Dennoch springt mir der Zeitungsartikel ins Auge: «Kurti grip kurbanı» – ,Kurti‘ Grippe-Opfer, habe ich das richtig übersetzt, Cevat Abi?»

 

 Aydoğan mochte seinen Spitznamen ,Kurti‘

«Ja, das ist richtig. In dem Zeitungs-Artikel geht es um meinen Sohn Aydoğan. Er  war Schauspieler. In der türkischen TV-Sendung «Aşk Oyunu» («Liebesspiele») spielte er die Rolle des ,Kurti Serbest‘. Von da an riefen seine Fans und Freunde meinen Sohn gern «Kurti».
«Ist das der Grund warum das Restaurant ,Kurti nin Yeri‘ heisst?», frage ich Cevat.
«Ja, ja. Genau. Aydoğan hatte den grossen Wunsch in meinem Elternhaus ein Restaurant zu eröffnen. Er wollte seinen Freunden und Fans einen Platz zum Austausch ermöglichen. Bei uns zu Hause – egal ob in Flensburg oder Istanbul geht es immer lebendig und offen zu. So sind wir Türken. Wir lieben die Familie, unsere Freunde und die Geselligkeit. Nach Aydoğans plötzlichen Tod am 6. März 2011 habe ich alles so gelassen. Mein Sohn hatte eine Grippe, wissen Sie. Kurz darauf erlag er einem tödlichen Herzinfarkt», erzählt der Vater.

Cevat Oflu, ist ein grosser, schlanker und gepflegter Mann von rund 1.76 Meter mit ergrautem Haar und Brille. Beim Plaudern aus der Vergangenheit wird er nicht traurig. In keinem Moment wirkt er verzweifelt. Cervat Oflu hat sein nicht zu ändernde Schicksal angenommen. Vielmehr scheint es so, das Cevat Oflu es geniesst, dass er Muzaffer und mir die vielen Fotos zeigen kann, um das Wirken und die Erfolge seines Sohnes Aydoğan noch einmal lebendig werden zu lassen.

Ein wahrer Tausendsassa dieser Erkan Aydoğan Oflu

«Mein erstgeborener Sohn war ein toller Kerl. Zuhause in Flensburg trainierte er in jeder freien Minute. Wie heisst das noch?», während er beide Arme nach oben streckt und gleich wieder mit Kraft nach unten zieht.
«Meinen Sie Bodybuilding?», frage ich.
«Ja genau. Bodybuilding. Silvester Stallone und Arnold Schwarzenegger waren seine Idole. Aydoğan hatte viele Talente und er war sich nie für irgend eine Arbeit zu schade.»

 

«Nach der Schule lernte er Schweißer in Flensburg. Später arbeitete er auch als Maurer», fährt Cevat Oflu fort. «Möchten Sie vielleicht noch einen Çay?», fragt uns Cevat. Mein Magen knurrt verdächtig laut in diesem Augenblick. Entschuldigend erwähne ich: «Açım – ich bin hungrig. Hast du auch Hunger, Muzaffer?» Muzaffer winkt ab: «Vielen Dank, aber ich habe gerade zu Hause mit meiner Mutter gegessen.» Und Cevat Oflu fragt: «Was möchten Sie gern essen, JayJay Bayan? Ich kann Ihnen Kebab oder Köfte (Buletten) anbieten?» Die Entscheidung fällt mir leicht: «Köfte mit Reis wäre jetzt eine feine Sache». «Tomatensalat gehört auch dazu», fügt der Hausherr an und verschwindet in der Küche.

Vom Bar-Tisch aus können wir in Cervats saubere Küche schauen, die mich ein wenig an die einfache Küche meiner Grossmutter Anna in Bergkamen im tiefsten Ruhrpott erinnert. Als Hobbyköchin zieht es mich in Cervats Heiligtum. Doch seine Körperhaltung verrät mir schnell, dass er das gar nicht gern hat. Dennoch: ich riskiere einen Blick über seine Schulter in die Töpfe aus denen ein ungemein feiner Duft strömt. Auf dem Gasherd brutzeln die leckeren Köfte. Mir läuft das Wasser im Munde zusammen. Unauffällig ziehe ich mich zurück und geselle mich wieder zu Muzaffer, der im Restaurant um her läuft und sich neugierig die vielen Fotos anschaut.

«Hast du den Schauspieler gekannt?», frage ich ihn. «Ja, sicher doch. Aus dem Fernsehen halt. Weisst du, wir verfolgen die Karriere eines Deutsch-Türken immer gern. Das gibt uns Kraft und Mut das Leben engagierter anzugehen. Wenn es einer von uns ganz nach oben geschafft hat, dann heisst das nichts anderes als: Das kann ich auch schaffen. Viele von uns Türken sind bereits in Deutschland geboren und dennoch wachsen wir türkisch auf. Wir besuchen deutsche Schulen. Wir haben deutsche Freunde. Wir lernen in deutschen Betrieben. Oder wir studieren an deutschen Universitäten. Dennoch: Unsere ganze Kultur ist türkisch geprägt. In unserer Brust schlägt ein Herz für zwei Länder. Doch wir sehnen uns immer nach unserer Heimat – egal, ob wir nun in der Türkei oder in Deutschland geboren sind. Unsere Heimat bleibt immer die Türkei. Das ist nicht immer einfach, JayJay.»

Cevat gesellt sich wieder zu uns. Er stellt Ekmek (Brot) auf den Tisch. Besteck, Salz und Pfeffer und legt eine Papier-Serviette parat. Beiläufig erwähnt Cevat: «Wir sind da zu Hause wo unser Herz schlägt. Wichtig ist, dass wir die Wahl haben entscheiden zu können wo wir leben wollen.» Recht hat er. «Die Menschen sind schon immer ausgewandert. Sie gehen dahin wo sie satt werden», ergänzt Cevat Oflu.»

Als Cevat die köstlich duftenden Buletten auf den Tisch stellt, deute ich auf das Foto auf dem sein Sohn Aydoğan als Soldat zu sehen ist: »Ist das Foto in der Türkei gemacht worden?»
«Genau. Mein Sohn war 21 Jahre alt, als er zum Grundwehrdienst des türkischen Militärs einberufen wurde. Der Brief kam mit der Post nach Flensburg. Und so nahm alles seinen Lauf. Aydoğan war gerade in Istanbul als er auf der Strasse angesprochen wurde. Die Casting-Agentur erklärte ihm, dass sie für einen Turkcell Werbespot auf der Suche nach einem jungen Mann mit Bodybuilder-Figur seien der als Boxer agieren solle. Später wurde Aydoğan in New York für seine schauspielerischen Leistungen in diesem Webespot so gar mit einem Preis ausgezeichnet. Leider weiss ich nicht mehr, was das für eine Auszeichnung war», ärgert sich Cervat Oflu jetzt.

Unser Haus Kurti nin Yuri wurde zum Treffpunkt für Künstler

«Wann immer unser Sohn in Flensburg anrief: es gab nur schöne Nachrichten. Anfangs bekam er immer wieder Aufträge in Werbespots mitzuwirken. Er fing an die Schauspielschule zu besuchen. Und so kamen die ersten Filmrollen rein. Ich bin stolz darauf, das sich Aydoğan nie scheute, finanzielle Durststrecken mit Nebenjobs zu überbrücken. Er arbeitete in einer Kfz-Werkstatt, als Maurer und Schweisser und er gab auch Sportunterricht», sagt Cervat Oflu.

Den grossen Durchbruch schaffte Aydoğan im türkischen Fernsehen in der Rolle des ,Kurti Serbest‘ in der TV-Soap «Ask Oyunu» (Liebesspiele). «Hier spielte er an der Seite der sympathischen Yasemin Ergene und dem Sänger und Schauspieler Krem Cem zusammen». Dann steht Cevat Oflu auf und zeigt auf ein weiteres Foto: «Schauen Sie, dass ist Yasemin mit mir auf dem Bild.»
Die 35-jährige Schauspielerin ist ebenfalls eine Deutsch-Türkin. «Yasemin wurde in Hamburg geboren», weiss Cevat.
«Die Schauspieler-Kollegen Yasemin und Krem waren mit meinem Sohn befreundet. Ich habe mich immer gefreut, wenn Aydoğan seine Freunde mit nach Hause brachte.»

 

Stolz zeigt Cevat Oflu ein Foto aus vergangenen Tagen mit der Schauspielerin Yasemin Ergene, die in Hamburg 1980 geboren wurde und aufwuchs.
Cevat Oflu mit Yasemin Ergene, die gemeinsam an der Seite seine Sohnes Aydoğan in der türkischen TV-Soap Ask Oyunu spielte.

 

Und dann sagt Cevat Oflu: «Eigentlich wollte ich nicht, dass mein Sohn in meinem Elternhaus ein Restaurant eröffnet. Wir hatten ja bereits unser Gasthaus in Flensburg «Oflu» mit Spezialitäten aus Istanbul. Heute bin ich glücklich darüber. Wann immer ich in meinem Elternhaus bin, spüre ich überall meinen Sohn. Deshalb lasse ich hier alles so wie es ist. Wenn ich nicht da bin, schauen meine Nachbarn auf das Haus. Hier halten wir zusammen. Daran hat sich auch viele Jahrzehnte später nichts geändert.» Gibt es das Restaurant Oflu in Flensburg noch?, frage ich. «Nein. Das schaffen meine Frau und ich nicht mehr.»

Die hausgemachten Köfte mit Rindfleisch vom Metzger nebenan sind längst gegessen. Der Çay getrunken. Es ist spät geworden. Cevat Oflu Stimme wirkt erschöpft. Bei der Verabschiedung drückt er mir seine Visitenkarte in die Hand: «Rufen Sie mich an, wenn Sie in der Nähe sind, egal ob in Flensburg oder in Istanbul! Dann trinken wir wieder einen Çay, das würde mich sehr freuen. Güle. Güle, JayJay Bayan. Und als wir schon draussen sind, ruft er mir nach: „In wenigen Tagen fliege ich wieder nach Flensburg. Mir fehlt meine Familie…“

 

Biographie 
Eine Grippe löste einen tödlichen Herzinfarkt aus. ,Kurti' starb mit 38 Jahren.
Erkan Aydoğan Oflu (†38)
Erkan Aydoğan Oflu wurde am 20. Mai 1972 in Istanbul Fatih geboren. Ein Jahr später siedelten seine Eltern mit ihm nach Flensburg um. Hier lernte er Schweißer. 1993 wurde er zum Militär einberufen. Danach arbeitete er im Tourismus, als Maurer, KFZ-Meachniker und als Sportlehrer. 1999 wurde er für einen Turkcell-Werbespott in der Rolle eines Boxers entdeckt. Es folgten weitere Werbefilme. Danach erhielt er die Rolle als „Aytekin“ in „Korkuyorum Anne“ (Mama, ich hab‘ Angst). Mit diesem Durchbruch erhielt er die Rolle „Kurti“  in der türkischen TV-Soap „Aşk Oyunu“ (Liebesspiele). 2005 hatte er eine Rolle in „Yinede Asigim“ (Immer noch verliebt in dich) mit Hauptdarstellern wie Haluk Bilginer, Sevval Sam und Dolunay Soysert. Der Berliner Filmemacher Neco Çelik engagierte ihn 2005 für den Kinofilm „Kisik Ateste 15 Dakika“. Am 6. März 2011 erlitt Erkan Aydoğan Oflu nach einer verschleppten Grippe einen tödlichen Herzinfarkt. Auf dem Friedhof Sultan in Istanbul  Eyüp wurde er beigesetzt. Er hinterlässt Frau und Sohn.

 

 

Fortsetzung: Türkei spricht Almanca, Serie 5:

Mich haben viele Emails erreicht wie die von Heidi und Michael, die in Würzburg leben: „Liebe Jacqueline, Du lebst in der Türkei. Das interessiert mich sehr. Wie bist du auf deinem Lebensweg dahin gekommen?“ Und Serpil aus Ankara fragt mich: „Bist Du mit einem Türken liiert oder warum bist Du in die Türkei ausgewandert?“ Osman aus Denizli möchte von mir wissen: „Fühlst Du Dich im Winter nicht einsam in Bodrum?“ Und Recep aus Hamburg fragte mich: „Fehlt Dir Deine Familie nicht?“ Nun – alle, die gern wissen möchten, warum mein Herz in Bodrum schlägt, dürfen sich morgen auf meine sehr persönliche Lebensgeschichte freuen. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten – ausser: So mancher wird doch sehr überrascht sein.

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